Fachkräftemangel: Wie kann man seine Attraktivität als Arbeitgeber steigern?

Das Problem Nummer 1 auf deutschen Baustellen? Der akute Fachkräftemangel am Bau ist sicherlich ein würdiger Kandidat für diesen Titel. In einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer gaben Anfang 2018 ganze 79 % der befragten Unternehmen im Baugewerbe an, dass der Fachkräftemangel für sie derzeit ein Geschäftsrisiko darstellt. Das ist ein alarmierendes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass die Bauindustrie auch ohne Personalsorgen schon ein hochkomplexes Arbeitsumfeld ist.

Bei solchen Zuständen versteht es sich also von alleine, dass die wenigen verfügbaren Talente heiß begehrt sind und sich ihren Arbeitgeber quasi frei aussuchen können. Genau hier kommt Ihre Arbeitgeberattraktivität ins Spiel.

Die Kernpunkte des Artikels:

Klar, die richtige Vergütung spielt immer eine Rolle bei der Bewerbung, aber auch andere Faktoren wie ein angenehmes Arbeitsumfeld. Auf Letzteres legt vor allem die junge Generation immer mehr Wert. Zu diesem Schluss kommt auch das RKW Kompetenzzentrum und gibt in einem Faktenblatt zur Fachkräftesicherung eine ganze Reihe an Tipps, wie auch Sie Ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern und so einem Engpass an Mitarbeitern vorbeugen können. Dazu gehören folgende Anregungen:

  • Bieten Sie Weiterbildungen an und zeigen Sie Entwicklungsmöglichkeiten für jeden einzelnen Mitarbeiter auf.
  • Nutzen Sie verstärkt die Potentiale von Frauen für Ihren Betrieb.
  • Zeigen Sie jedem Mitarbeiter die Wertschätzung, die ihm/ihr zusteht.
  • Denken Sie über die Einführung von Lebensarbeitszeitkonten nach.
  • Lassen Sie Ihre Mitarbeiter über Unternehmensanteile am Erfolg der Firma teilhaben.
  • Steigern Sie die Bekanntheit Ihres Unternehmens durch Pressearbeit.

Eine weitere mögliche Lösung, um Fachkräfte besser anwerben und halten zu können: Polieren Sie Ihr Image auf, indem Sie digitale Software einsetzen und sich so als moderner und innovativer Arbeitsgeber präsentieren.

Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht?

Diese Frage dürften sich bereits viele Digital Natives gestellt haben, die sich ein Berufsziel in der Bauindustrie gesteckt haben. In der Tat muss es befremdlich sein mit den digitalen Medien aufzuwachsen, nur um dann mit einem Berufsalltag in einer Branche konfrontiert zu werden, die mitunter die am wenigsten digitalisierte in ganz Deutschland ist. Das liegt auch daran, dass sich die deutsche Baubranche aus vielen mittelständischen Unternehmen zusammensetzt und damit sehr fragmentiert ist. Für kleinere Unternehmen ist die Einführung einer neuen Bausoftware oft mit einer Mammutaufgabe vergleichbar.

"Aber nicht nur bei der jungen Generation kommt der Einsatz von Software an – Ihre ganze Belegschaft zieht daraus einen extremen Mehrwert."

Auch wenn es schwierig erscheint, sprechen viele Gründe dafür, dass Sie den Schritt in die digitale Zukunft wagen sollten. Ganz nüchtern betrachtet, lohnt sich dies bereits im Hinblick auf die zahlreichen innovativen Funktionen der Softwarelösungen, die eine smartere Verwaltung Ihrer Bauprojekte ermöglichen.

Effiziente Personalplanung dank Bausoftware

Nehmen wir zum Beispiel eine Software, die Sie in der Personalplanung unterstützt. Hier gibt es Bautagebuch-Apps auf dem Markt, mit welchen Bauarbeiter ihre Zeiten in wenigen Klicks und ganz ohne Rapport-Zettel erfassen können. Durch eine automatische Datenintegration und Auswertung stehen diese Infos dann direkt den Mitarbeitern im Büro zur Verfügung. So ist eine reibungslose Projekt- und Personalverwaltung möglich, ganz ohne nervenaufreibenden Papierkram als Schnittstelle.

Baumängel im Griff mit der richtigen Bausoftware

Eine wasserdichte Baudokumentation legt den Grundstein für Mängelansprüche, Mängelrügen, Mängelbeseitigung, kurzum fürs ganze Mängelmanagement und dessen rechtliche Folgen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie hier mit äußerster Sorgfalt vorgehen. Auch hierfür gibt es bereits hilfreiche Bausoftware, die Sie bei einer schnellen und einfachen Bau- und Mängeldokumentation unterstützt. Ihr Smartphone wird zur Allzweckwaffe, mit der Sie Mängel direkt in eine Bau-App einspeisen und sich so auf eine lückenlose Baudokumentation verlassen können.

Damit sind Sie stets up-to-date und rechtlich abgesichert. Sogar Tagebuchberichte und Mängellisten können Sie sich so automatisch erstellen lassen. Zudem erleichtert eine effiziente und klare Kommunikation über die Bausoftware die Arbeit im Team ungemein.

Bausoftware als Pluspunkt für Ihre Arbeitgeberattraktivität

Egal ob Bautagebuch-App oder das Baumängel-Management: Die richtige Bausoftware sorgt für einen reibungslosen Projektablauf, steigert zwangsläufig die Kundenzufriedenheit und – ein wertvolles Plus in Zeiten des Fachkräftemangels – hat eine große Anziehungskraft für zukünftige Mitarbeiter. Diplom-Ingenieur Johannes Lunz bringt diese Entwicklung auf den Punkt:

„Die Digitalisierung erzeugt durch neue Methoden wie BIM und neue Technologien wie beispielsweise 3D-Laserscanner, RFID oder Barcode auch eine enorme Anziehungskraft für junge Fachkräfte. Bauunternehmen, die sich hier gut positionieren, haben Vorsprung vor dem Wettbewerb und gewinnen die gut ausgebildeten und gut motivierten Arbeitskräfte für sich.“

Aber nicht nur bei der jungen Generation kommt der Einsatz von Software an – Ihre ganze Belegschaft zieht daraus einen extremen Mehrwert. Es gibt weniger Fehler und damit weniger Frustration. Zeit und Kosten werden gespart. Die Planung und Kommunikation wird transparenter. Also: Die Arbeit macht wieder mehr Spaß!

Sind diese alltäglichen Ärgernisse erst einmal aus dem Weg geräumt, wird auch wieder klar, warum wir gerne in der Baubranche tätig sind: Die Arbeit ist abwechslungsreich, spannend und fordert unsere Kreativität, Eigenständigkeit und Teamfähigkeit. Und letztendlich gibt es wohl nichts Schöneres, als ein Bauwerk nach Fertigstellung zu betrachten und sagen zu können: Das habe ich gebaut!

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