Bauleitung: So gelingt die 35-Stunden-Woche!

Der Boom im Bau und der Fachkräftemangel führen dazu, dass für Bauleiter eine Arbeitswoche mit 50 oder 60 Stunden zum Alltag gehört. In diesem Artikel geben wir Ihnen 3 Tipps, wie sich die Bauleitung auch in 35 Stunden pro Woche bewältigen lässt.

Bauleiter sind in Zeiten von Fachkräftemangel und blühender Konjunktur begehrt wie nie. Leider wird dabei dank Termin- und Kostendruck wenig Rücksicht auf die wichtigste Ressource gelegt: den Menschen. Daher interessiert sich der Architektur- und Bauingenieursnachwuchs eher für Planungsaufgaben und nicht für die Bauleitung. In diesem Artikel erklären wir 3 Tipps, wie man als Bauleiter auch eine 35-Stunden-Woche realisieren kann.

1. Digitale Werkzeuge und Prozesse

In allen Bereichen des Lebens spielt die Digitalisierung eine wichtige Rolle. Smarte Apps und Assistenten (wie z. B. Alexa und Siri) erleichtern uns den Alltag. Im beruflichen Umfeld sucht man diese smarten Apps bis jetzt leider oft vergeblich.

"Digitale Apps und Software helfen dabei, Zeit zu sparen und durch effizientere Prozesse schneller ans Ziel zu kommen"

Es gibt verschiedene Apps für Bauleiter, die dabei helfen den Alltag auf der Baustelle zu verbessern. Die richtige Software sollte für Sie als Bauleiter intuitiv und einfach zu bedienen sein, damit durch die Nutzung auch tatsächlich eine Zeitersparnis eintritt. Eine Software hilft zudem, durch den hinterlegten digitalen Prozess schneller und effizienter zu arbeiten. Durch den Einsatz solcher Software kann ein Bauleiter bis zu 7 Stunden an lästiger Baudokumentation und Mängelverfolgung einsparen.

2. Abgabe von Papierarbeit

Seit den 2000er Jahren hat jeder Bauleiter einen mobilen PC/Laptop und ein Email-Postfach für seine Bauprojekte. Die Digitalisierung bringt viele Vorteile, wenn man digitale Prozesse richtig durchsetzt und anwendet. Wurden Baustellenkommunikation und Schriftverkehr vor dem Laptop-Zeitalter zentral von den Sekretariaten der Bauleiter gesteuert, sind sie heute mit VOB-konformen Mängelrügen und 100 Emails pro Tag auf sich allein gestellt.

Digitalisierung ermöglicht den Austausch von Informationen und Arbeitsaufträgen, so dass Bauleiter durch die Abgabe von Papierarbeit und weniger Schriftverkehr nachhaltig entlastet werden. Diese Aufgabenpakete können von Bürokräften dank der Digitalisierung schneller und kosteneffizienter umgesetzt werden, als von den Bauleitern persönlich. Somit kann ein Bauleiter bis zu 5 Stunden pro Woche an wachsender Papierarbeit einsparen. Und so lässt sich auch der Fachkräftemangel am Bau wieder in den Griff bekommen.

"Abgabe von Papierarbeit und Schriftverkehr an eine zentrale Stelle"

3. Förderung von agiler Arbeitsweise

Lean Management und andere Arbeitsprozesse werden an Universitäten gelehrt, finden aber noch keine Anwendung in der Praxis. Viele Konzepte sind in der praktischen Umsetzung aufwendig und erschweren den Einstieg, vor allem, wenn man auf die Mithilfe der Nachunternehmer angewiesen ist.

Die agile Arbeitsweise wurde in der Softwareentwicklung erfunden und geht von der Annahme aus, dass man in Projekten mit mehreren Parteien nicht weiter planen kann als 2 Wochen. Aus diesem Grund werden Plänen und Arbeitsabläufe nur für 14 Tage im Voraus geplant und dann ausgeführt. Nach 2 Wochen ist die Software ein kleines bisschen besser geworden und man kann im nächsten Update dann eine direkte Verbesserung an seine Kunde ausrollen.

Auf die Bauindustrie angewendet, bedeutet die agile Arbeitsweise, dass auf der Baustelle Handwerker und Arbeiten nur für 2 Wochen geplant werden. In dieser Zeit soll das Bauwerk dann weitergekommen und eine sichtbare Verbesserung für den Bauherren erkennbar sein. Agiles Arbeiten hat den Vorteil, dass man flexibel auf Probleme eingehen und insgesamt schneller zu einem fertigen Ergebnis kommen kann. So kann man als Bauleiter bis zu 8 Stunden pro Woche einsparen!

Zusammenfassung

Wir haben mit 3 einfachen Tipps gezeigt, wie Sie über 20 Arbeitsstunden pro Woche einsparen und somit eine 55-Stunden-Woche auf 35 Stunden reduzieren können.

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