4 Wege, um Probleme mit Subunternehmern zu vermeiden

Auf Baustellen treffen unterschiedliche Gewerke aufeinander. Dass dabei gewisse Schwierigkeiten und Probleme mit Subunternehmern auftreten, ist nicht ungewöhnlich. Wir sagen Ihnen, wie Sie damit umgehen und Konflikten von vornherein vorbeugen können.

Darum geht es in folgendem Artikel:

“Ihre Subunternehmer sollten sich durch eine hohe Qualität ihrer Arbeit und vorbildliches Verhalten auszeichnen.”

1. Probleme bei der Zusammenarbeit mit Subunternehmern

Wo viele Menschen zusammenarbeiten, besteht auch viel Abstimmungsbedarf. Kein Wunder, dass auf Baustellen oft so einiges schief geht, Mängel, Verzögerungen und Unmut entsteht. Doch was sind die häufigsten Probleme, die bei der Zusammenarbeit mit Subunternehmern entstehen?

Baubehinderung durch Gewerke: Der Subunternehmer oder seine Beschäftigten sorgen während der Bauphase dafür, dass der Bau nicht  geplant fortgeführt werden kann, z.B. aufgrund von Krankheitsfällen, Lieferverzögerungen, Streiks oder sonstigen Umständen.

Unzuverlässigkeit einzelner Beschäftigter bzw. des kompletten Subunternehmens: Der Subunternehmer ist nicht erreichbar, erscheint nicht, hält Fristen nicht ein, arbeitet ungenau oder mangelhaft, etc.

Streitigkeiten über Fehler und Zuständigkeiten: Der Subunternehmer weist jegliche Verantwortung von sich, fühlt sich nicht zuständig, diskutiert oft über Umfang, Ablauf oder weitere Details, etc.

Mangelnde Erfahrung: Der Subunternehmer bzw. seine Mitarbeiter sind nicht qualifiziert genug, um die vereinbarte Leistung zu erbringen.

Sprachprobleme: Die Beschäftigten des Subunternehmers bzw. der Subunternehmer selbst verfügen nur über mangelnde Sprachkenntnisse. Es entstehen Missverständnisse und die Kommunikation verzögert sich.

Fehlende Vorleistungen der Vorgewerke: Der Subunternehmer kann seinen Auftrag nicht plangemäß ausführen, weil eine nötige Vorleistung eines anderen Subunternehmers nicht oder mangelhaft erfolgt ist.

Nachträge: Der Subunternehmer verweigert eine Leistung oder legt seine Arbeit nieder, weil ein Nachtrag vom Bauherrn nicht per Unterschrift bestätigt wurde. Besonders unter Zeitdruck kommt es hier zu Verzögerungen und Streitigkeiten.

Verspätete Übergabe von Unterlagen: Der Subunternehmer kann seinen Auftrag nicht ausführen, weil ihm die nötigen Unterlagen fehlen.

Baufehler durch nicht aktuelle Pläne: Der Subunternehmer führt seine Arbeit aufgrund eines veralteten Planes nicht so aus, wie es der aktuelle Planungsstand erfordern würde. Grund dafür ist häufig eine unstrukturierte Arbeitsweise. Aber auch bei einer lückenlosen und sorgfältigen Dokumentation kann es zu Verwechslungen verschiedener Versionen von Plänen kommen.

 

2. Mögliche Ursachen für Probleme auf dem Bau

In dem 2016 erschienenen Beitrag „Kooperation der Baugewerke: nur eine Frage der Kommunikation?“ listen die Autoren Franz-Ferdinand Mersch und Christina Rullán Lemke folgende Ursachen:

  • unzureichende Kommunikation
  • mangelnde Bereitschaft zur Zusammenarbeit
  • fehlende Einsichten oder Anreize
  • unzureichende Kenntnisse über Aufgaben und Tätigkeiten der Nachbargewerke
  • geringes Verständnis der Schnittstellen zwischen den Gewerken
  • häufig bestehende Unfähigkeit, Engpässe und Problempunkte im Bereich von Gewerkschnittstellen frühzeitig zu erkennen, zu vermeiden bzw. gemeinsam zu lösen
  • Fachkräfte werden nicht systematisch für die Zusammenarbeit ausgebildet

3. Tipps zur Vermeidung von Problemen mit Subunternehmern

Grundvoraussetzung für einen möglichst reibungslosen Ablauf einer Baustelle ist eine präzise Planung. Nicht weniger wichtig ist jedoch eine angenehme Arbeitsatmosphäre. Um Problemen mit den unterschiedlichen Gewerken zuvorzukommen, sollten alle Beteiligten großen Wert auf eine offene und rege Kommunikation legen. Eine vertrauensvolle und transparente Zusammenarbeit vermeidet viel Ärger.

Während des Baufortschritts empfiehlt sich eine ständige Qualitätskontrolle. Dies hat zwei entscheidende Vorteile: Zum einen werden Mängel schnell behoben, zum anderen hat es einen gewissen Erziehungseffekt. Durch Qualitätskontrollen – aber auch die Wertschätzung der Arbeit – arbeiten alle beteiligten Gewerke in der Regel von vornherein sorgfältig.

Die folgenden vier Tipps sorgen für angenehmes, problemloses Arbeiten während der Bauphase:

  • Immer den aktuellsten Plan verteilen: Stellen Sie für alle Akteure denselben, korrekten und aktuellsten Plan zur Verfügung! Mit den in der Capmo-App digital hinterlegten und versionierten Bauplänen stellen Sie sicher, dass alle Gewerke mit dem aktuellen Plan arbeiten.

  • Genaue Vorgaben machen: Klären und kommunizieren Sie Zuständigkeiten! Formulieren Sie Ihre Vorgaben exakt, leicht verständlich und so, dass sie jederzeit nachvollziehbar sind. Mit Capmo bekommen alle Beteiligten Zugriff auf das Projekt und alle wichtigen Informationen – das erleichtert die Kommunikation und minimiert zeitraubende Missverständnisse.

  • Lückenlose Dokumentation: Dokumentieren Sie alle Vorgänge stets umfassend, akkurat und rechtssicher! Fordern Sie auch von Ihren Subunternehmern eine umfangreiche Dokumentation ein. Schnell, intuitiv und vollständig gelingt die Dokumentation mit Capmo, mit der Sie Bautagebücher und Mängelberichte direkt aus der Software erstellen können.

  • Auf Papierdokumentation verzichten: Verzichten Sie für Transparenz und Ordnung möglichst auf eine Papierdokumentation! Digitale Pläne und Mängellisten haben einige Vorteile: Sie können nicht verloren gehen oder verwechselt werden und sind schneller zur Hand als Dokumente.

Um Probleme mit Subunternehmern zu verhindern, sollten sie im Vorfeld vor allem eines beachten: Ihre Subunternehmer sollten sich durch eine hohe Qualität ihrer Arbeit und vorbildliches Verhalten auszeichnen.  Bevor Sie das Auftragsverhältnis eingehen, schließen Sie auch den Fall einer Scheinselbständigkeit aus. Doch mit den genannten Tipps und einem schnellen und offenen Austausch unter den Beteiligten lassen sich Probleme mit Subunternehmen vermeiden – und das schon in vornherein.  Erst als letzten Weg sollten Sie rechtliche Schritte einleiten.

4. Capmo unterstützt Sie im Bauprozess

Mit Capmo können Sie von Anfang an alle Prozesse Ihrer Bauplanung transparent und einfach gestalten. Sämtliche Informationen, Baupläne und Mängellisten können Sie direkt auf der Baustelle digital erfassen und in Ihrem Bauplan verorten. Die intuitive Bedienung sorgt dafür, dass alle Beteiligten – mit oder ohne digitale Kenntnisse – produktiv und effizient arbeiten können und von überall Zugriff auf die Daten haben. Auf diese Weise vermeiden Sie Problemen mit Subunternehmen und ziehen stattdessen an einem Strang! Sollten doch Probleme auftreten, erleichtert Ihnen die Dokumentation mit Capmo die Beweisführung.

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