CAPMO Digitale Baudokumentation, Aufgaben- und Mängelmanagement

Smart Cities und die Bauindustrie – wie passt das zusammen?

Die Digitalisierung einer Stadt zu Zwecken der Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit, Verwendung von Ressourcen oder der Kontrolle des Bevölkerungswachstums – die Nutzung von Technologien steht im Mittelpunkt heutiger „Smart City Modelle“. Alles ist „smart“ und Unternehmen wie Microsoft, AT&T, IBM, Amazon, Bosch, Cisco etc. reihen sich ganz vorn ein – in die Welt der IoT (Internet of things). Wie aber integriert sich die Bauindustrie in das Modell der Smart City, welches primär die Bereiche Umwelt, Wirtschaft, Verwaltung, Leben und Mobilität vereint?

In diesem Artikel berichten wir von technischen Innovationen, aber auch nicht-technischen Lösungen, die durch den Bauunternehmer bereits im Ursprung – in der Planung und Budgetierung der Investitionen – umgesetzt werden können.

Smart Cities – warum sie nicht wegzudenken sind!

Die gemeinnützige Stiftung “Reset” berichtet in ihrem Online-Artikel ausführlich über Zahlen und Fakten der Wachstumsrate der Bevölkerung in Städten. So wird davon ausgegangen, dass 2050 voraussichtlich 75% der Weltbevölkerung in urbanen Regionen leben wird. Die Industrialisierung, der Wirtschaftswachstum führt zu besseren Arbeitsbedingungen und fördert dadurch die Urbanisierung. Im Zuge dessen werden aber unsere Ressourcen knapp und die Emissionen drastisch erhöht. Smart Cities bieten Modelle, Lösungen und Wege, Nachhaltigkeit zu leben und jeder muss mitwirken.

Eine smarte Stadt definiert sich durch folgende Eigenschaften

  • Gebrauch von modernen effizienten und intelligenten Infrastrukturen, wie z.B. intelligente Stromnetze und effektive Abfallwirtschaft
  • Sinnvolle Vorgehensweise der Integration von Informations- und Kommunikations- technologien (IKT), die das Alltagsleben in der Stadt unterstützen und verbessern
  • Zugängliches Urban Design, das den Menschen ins Zentrum stellt und die wichtige Rolle der öffentlichen Partizipation mit berücksichtigt
  • Anpassungsfähiges Stadtdesign, das neue und existierende Bewohner berücksichtigt und Stadtplanern Inspiration durch Experimente anderer gibt
  • Transparenz: alle Bürger haben Zugang zu Daten der Stadtverwaltung
  • Anpassungsfähigkeit an proaktive, stadtweite Richtlinien, die der Stadtverwaltung Mittel geben, um Smart City Programme zu implementieren

 



Warum muss sich die Bauindustrie proaktiv in das Modell einbringen?

Die häufigsten Modelle basieren auf der Optimierung bestehender Flächen. Die Definition der Smart City beschränkt sich häufig auf digitale Technologien, in Form von digitalen Infrastrukturen, die Sicherheit, Zugänglichkeit und Nachhaltigkeit bei großem Zuwachs von Bewohnern ermöglichen. So dominieren die Dienste der Softwareunternehmen die Modelle. Es werden Programme für die Verbesserung der Lebensqualität und -umstände mithilfe von cloudbasierten Lösungen geschaffen. Schon aber bei dem Bau von Gebäuden, Anlagen oder Zentren lassen sich smarte Projekte und Lösungen umsetzen.

Der „smarte“ Bauunternehmer – was kann er tun?

Von der Konzeptionierung smarter Modelle mit dem regionalen Fokus auf zum Beispiel Kleinstädte, bis hin zur Verwendung nachhaltiger Materialien bei der Umsetzung der Konzepte, hat der Bauunternehmer die Möglichkeit, sein Unternehmen in die Smart City Konzepte zu integrieren.

Hier eine Auflistung möglicher Umsetzungen:       

           

1. Kooperationen mit Softwareunternehmen durch die planmäßige Implementierung von Technologien und Sensoren

Die Kooperation mit Softwareunternehmen erlaubt Projekte in Zusammenarbeit umzusetzen und Plattformen zu erschaffen, die als Grundlage smarter Technologien dienen. Kooperationen sind für Softwareunternehmen schon an der Tagesordnung wie Kooperationsbeispiele zwischen Microsoft und SAP oder Amazon und BMW zeigen.

2. Reibungsloses Management auf der Baustelle durch die Digitalisierung aller administrativen und organisatorischen Abläufe

Der Einsatz von Softwarelösungen, so zum Beispiel von der Pave Group, die Lösungen digitaler Baudokumentationen anbietet, ermöglicht strukturierte Abläufe auf der Baustelle. Daraus resultieren ein besseres Zeitmanagement, übersichtliche Kostenkontrolle, Transparenz und reibungslose Kommunikation. Automatisierte Baudokumentationen, digitale Mängellisten oder Baupläne lassen sich zeitnah erstellen.

3. Bulding Information Modelling als umfassende Arbeitsweise 

Natürlich darf BIM an dieser Stelle nicht fehlen. Denn durch die Unterstützung einer digitalen Software-Plattform mit 3D-Planung wird das Baumanagement in Sachen Planungs- und Bauablauf transformiert. BIM als Arbeitsmethode stellt dabei eine der Grundlagen für anspruchsvollere “Smart City” Projekte.

https://www.capmo.de/bim/ratgeber-zu-bim-und-baumanagement/

4. Installation von Solarmodulen zur Reduzierung von CO2-Emission

Insbesondere in der Planung können neuartige Technologien mit einbezogen werden. Ein Beispiel, wie dieses äußerst ästetisch und effizient gelingen kann liefert Tesla mit ihrem “Solaroof”. Diese Solarzellen erscheinen aus den verschiedensten Winkeln zu jeder Zeit als normale Dachziegel.

5. Verzicht auf toxische Produkte am Bau und Ersatz durch Alternativen

Die BG Bau klärt ausführlich auf Ihrer Homepage über Toxizitäten am Bau auf.

Das Umweltbundesamt hat eine Publikation herausgebracht über die Ermittlung von Ressourcenschonungspotenzialen bei der Verwertung von Bauabfällen. Dieser Umweltschonungsplan erklärt: „die für den Einsatz im Beton zulässigen Zusammensetzungen der RC-Gesteinskörnungen haben mittelfristig wesentlichen Einfluss auf das durch hochwertiges Recycling erreichbare Ressourcenschonungspotenzial. Ob durch Einsatz von unterschiedlich zusammengesetzten Gesteinskörnungen eine bessere Ausschöpfung des Ressourcenschonungspotenzials bewirkt werden kann ist allerdings vom Verhältnis zwischen verfügbarer Menge an RC- Gesteinskörnungen und der aus der Nachfrage nach Beton resultierenden Menge einbringbaren RC-Zuschlags abhängig. Dieses Verhältnis differiert mittelfristig regional stark.“

6. Innovative Konzepte des Bauunternehmers in den Stadtkernen kleinerer Städte

Städte wie Singapur, Shanghai, New York, San Francisco, Vancouver oder Barcelona gehören bereits zu den bekanntesten smarten Städten, die innovative und individuelle Lösungen für deren Bedürfnisse geschaffen haben. Der Fokus auf Kleinstädte hätte nicht nur den Vorteil, das „Smart City Modell“ global zu verteilen, auch die funktionale Urbanisierung würde angeregt werden mit dem Ziel, junge Fachkräfte in der Region zu behalten und die regionale Ökonomie anzukurbeln.

7. Einführung von Gebäude-Management-Systemen

Das Einführen von Gebäude-Management-Systemen (Leistungsphase 9) muss den heutigen Bedarf an zentralisierten Systemen zur Steuerung und Überwachung der Beleuchtung, Heizung, Lüftung und Klimatisierung decken und gerecht werden.

Grundsätzlich gilt: Um auch zukünftig die Gebäude zubauen, welche den neuen Smart City Konzepten gerecht werden müssen Bauunternehmen sich weiterentwickeln. Welchen Einfluss dadurch auf eine Stadt ausgeübt werden kann, ist in vielen Städten bereits zu erkennen. So hat sich Vancouver zum Ziel gesetzt, 2020 die grünste Stadt weltweit zu sein.

 


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